Wie alles begann
(also, fast alles) - Unsere KIKARI Erfolgsgeschichte

Klingt zerbrechlich, aber ja: Eier wurden uns schon in die Wiege gelegt. Oder gar ins Nest?

Aber fangen wir ganz am Anfang an.

Was war eigentlich zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Halt, stop, nein!

Nochmal.

Zuerst war da KIKARI. Unser so ganz und gar nicht eierlikörige Eierlikör.

Ne, auch nicht.

Zuallererst war da unser Ururgroßvater. Der brachte das erste Ei mit nach Hause. Oder eben das erste Huhn. Darauf folgten viele, viele, viele weitere Eier, Küken, Hühner und Hähne. Mittlerweile sind wir in der fünften Generation Eierhändler:innen angekommen. Und zu der gehören wir, die Cousinen Leonie, Annalina und Jana.

Während Annalina und Leonie gleich und ohne langes Schnacken in den väterlichen und mittlerweile reinen Bio-Eierbetrieb eingestiegen sind, hat Jana erst mal was „Vernünftiges“ gemacht. Vom Federvieh kam sie in den Eventbereich, arbeitete mit (manchmal gackernden) Stars und Sternchen und als Marketing-Expertin für nachhaltige Produkte. Aber wie das mit den Küken eben so ist: die wird man nicht los (isso, alte Bauernregel). Die flaumigen Kükis piepsten und hüpften und Jana konnte gar nicht anders: Sie kam zurück zu Hof, Cousinen und Federvieh. Zum Glück.

Denn da sind wir nun, am Anfang unserer ganz eigenen Geschichte, die (wie alle guten Abenteuer) eine Reise ist …

Aber kommen wir vom Huhn zum Eierlikör.

Ein wunderbares Mitbringsel und ein dunkles Geheimnis

Nicht immer folgt auf ein Ei auch ein Küken. Bei uns wurde daraus ziemlich oft Eierlikör, eine logische Folge aus der Kombination eines Hühnerhofs voller glücklicher Hennen und dem Vorhandensein eines Thermomix.

Selbstverständlich gab es zu sämtlichen Anlässen unseren selbst gemachten Eierlikör: Muttertag, Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Freitag – kein feierlicher Anlass ohne unsere Spezialanfertigung aus den Kükenrettereiern von haehnlein. Zugegeben, wir waren ziemlich stolz auf unser cremiges Mitbringsel. Und unser Freundes- und Bekanntenkreis war extrem begeistert.

Dass wir selbst keinen Eierlikör mochten, musste ja niemand wissen.  Diese unglaubliche Tatsache blieb unser düsteres Geheimnis.

Doch dann nahm unsere Geschichte eine dramatische Wendung …

Der NDR ruft an

Eines Tages kam ein Briefhuhn angeflattert. Ok, vielleicht klingelte auch das Telefon. Oder es kam eben ne Mail rein. Der Norddeutsche Rundfunk fragte an, ob wir Lust hätten, an der NDR Heimatküche teilzunehmen. Klar hatten wir. Unser Menü wollten wir auf Grundlage hofeigener Produkte zusammenstellen, unseren Gästen eine moderne Interpretation unserer mecklenburgischen Heimat servieren. Und klar auch, dass unser wunderbarer Eierlikör hier nicht fehlen durfte.

Wie auf jeder Heldenreise gab es auch hier Probleme.. Erstens: Unser düsteres Geheimnis stand uns im Weg – schließlich wollten wir gerne mit unseren Gästen und anstoßen. Zweitens: Das Dinner sollte im Hochsommer stattfinden.

Was nun? Wir waren verzweifelt.

Rettung in letzter Sekunde

Eierlikör … Hitze … Gastgeberinnen, die ihren Aperitif nicht mögen … Wie sollte das gut gehen?

Mit norddeutschem Temperament stürzten wir uns in die Experimentierküche. Etwas Modernes musste her, etwas Frisches, etwas ganz Neues … Und dann, dann war er da: unser einzigartiger Eierlikör mit dem Geschmack frischer Orange, Minze und Verantwortung. Und, das allerbeste: er schmeckte uns! Und, noch besser: nicht nur uns!

Ein Ende und ein Anfang

Auch auf Opa Xs (der Name wäre hier schön, wenn das für euch ok ist) Beerdigung machte unser neu entwickelter Eierlikör die Runde. Wir stießen auf Opa an, auf sein langes und erfülltes Leben und auf das, was er seinen Kindern und Großkindern ermöglicht hatte. Und neben Trauer und Dankbarkeit war da plötzlich noch ein anderes großes Gefühl: da geht noch was! Unser Eierlikör muss in die Welt hinaus!

Wir, Annalina, Jana und Leonie würden das Image des Getränks revolutionieren! Opa X hätte es sicher gefallen, dass bei seiner Beerdigung eine neue Idee geboren wurde. Eine, die mit Eiern zu tun hatte. Und mit Hühnern. Doch neben all der Begeisterung, all den Ideen, war da auch große Ratlosigkeit: Wie um alles in der Welt geht man so ein Projekt an? Wenn man sowieso schon durchs Leben hastet wie ein aufgeschrecktes Huhn? Und wenn die meisten Leute, denen wir freudestrahlend und augenglitzernd von der Idee erzählten, den Kopf wiegen bis schütteln und uns ein bisschen mitleidig ansehen.

War unsere Eierlikörneuschöpfung eine großartige Idee, Opa Xs Vermächtnis, oder eine absolute Spinnerei? Zum Glück kam uns nach Opa nun auch noch Barbara Schöneberger zur Hilfe. Wer sonst?

Im Scheinwerferlicht & ein etwas größeres Problem

Und nicht nur Barbara Schöneberger, ein ganzes NDR Team! Anscheinend hatte unser Eierlikör auch dem NDR Team geschmeckt: wir wurden in die NDR Talkshow eingeladen. Dort erzählten wir, aufs malerischste gerahmt von Jürgen Vogel (der Nachname – ein gutes Omen!), Campino & Lars Eidinger zunächst von unserem haehnlein-Konzept. Dadurch hatten wir dazu beitragen können, dass das Kükentöten heute in Deutschland verboten ist (Come on: Küken töten?!).

Als Mitbringsel hatten wir natürlich unseren Eierlikör dabei (machen wir immer, wenn wir irgendwo eingeladen sind, wisst ihr ja). Serviert in Martinigläsern, auf Eiswürfeln und garniert mit einem zarten Minzblatt, hatte er nichts von Omas lauwarmen „Wer-möchte-noch-was“? So gar nicht. Im Scheinwerferlicht, gehalten von Promihänden, war klar, was unsere Eierlikörinterpretation ist: ein modernes Szenegetränk, das allen schmeckt.

Nach der Sendung regnete es Anfragen: Klasse Kükenretterlikör – wo gibt’s den denn? Die etwas ernüchternde Antwort: Nirgendwo. Also, nirgendwo außerhalb unserer heimischen Küche.

Wir lassen die Profis ran

Und was sagte unsere heimische Küche zu den Anfragebergen? Nur so viel: Unser Thermomix verdrückte sich unverzüglich und kommentarlos hinter die alte Küchenmaschine. Vielleicht hätten wir ihn mit gutem Zureden eines Tages wieder hervorlocken können, aber die strengen Vorgaben für eine professionelle Likörproduktion ließen sich bei uns Zuhause unmöglich einhalten.

Fast ein Jahr lang dauerte die Suche nach einem Profi, der unser Eierlikör-Rezept unter astreinen Bio-Bedingungen literweise produzieren konnte. Und weil nicht nur unser Thermomix, sondern auch wir selbst jetzt wieder mehr Zeit für andere Dinge hatten, konnten wir uns eingehend um den kreativen Aspekt kümmern. Und hier wissen wir übrigens ganz genau, was als erstes da war: der Name. KIKARI. Als der feststand, war der Entwurf eines Logos und eines Etiketts ein Kükenspiel.

Opa wäre stolz

Ganz sicher. Zuerst hätte er sicherlich zu den Bedenkenträger:innen gehört. Er hätte gefragt, ob das wirklich funktionieren kann, so eine Eierlikör-Revolution. Ob es sinnvoll ist, so viel Zeit in das Projekt zu stecken. Aber dann hätte er anerkennend durch die Zähne gepfiffen und uns zu unserem Mut, Tatendrang und Erfolg gratuliert. Er hätte sich gefreut, unser Opa, der mit seiner Eierfirma überhaupt erst den Grundstein für unseren unfassbar leckeren, kükenfreundlichen Eierlikör gelegt hat. Einen Eierlikör, der so gar nicht eierlikörig ist. Und dann? Dann hätten wir angestoßen. Natürlich mit KIKARI. Isso.

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